Guten Morgen
"Guten Tag Frau X. Wir haben da ein Stelle für Sie, die ganz genau Ihrem Profil entspricht." Verwunderung breitet sich aus. "Äh, wie kommen Sie da auf mich?" "Wir haben Ihr Profil vom Arbeitsamt zugesandt bekommen und wie gesagt, das entspricht genau den Anforderungen. Es wäre dann ganz gut wenn Sie vielleicht noch Heute bei uns verbei sehen könnten. Zeitarbeit Yz ...." "Tut mir Leid, aber erstens bin ich zur Zeit bettlägrig Krank geschrieben, zweitens bin ich nicht bereit füe eine Zeitarbeitsfirma zu arbeiten und überhaupt habe ich kein Interesse an der Stelle, da ich bereits seit über einem Jahr eine feste Arbeitsstelle habe. Guten Tag."
Großes Kopfschütteln war zunächst die Folge. Na ja, weiß der Teufel wann die die Unterlagen bekommen haben. Doch sollte es noch besser kommen. Nur einen Tag später lag ein Brief des Jobcenters in meinem Briefkasten. 
Wir haben für Sie Frau X eine Stelle und fordern Sie zu einem Vorstellungsgespräch bei Zeiterbeit Yz .... auf. Im Weigerungsfalle haben Sie mit Sanktionen zu rechnen........
Nun, seit knapp Eineinhalb Jahren habe ich eine feste Arbeit. Selbst gesucht (!) da vom AA lediglich Praktikantenstellen (zeitlich begrenzt und ohne Gehalt) oder Stellen bei irgend welchen dubiosen Zeitarbeitsfirmen kamen. Und jetzt wieder ein Stellenangebot bei einer Zeitarbeitsfirma mit gleichzeitige Androhung einer Sanktion.
Meine Reaktion hierauf. Das beiliegende Schreiben ausgefüllt und zwar mit, ich habe keine Lust auf dieses Angebot zu reagieren. Wenn sie möchten könnte sie ja meine Bezüge um 30% kürzen, es interessiert mich nicht. Sollen sie doch 30% von 0,0% abziehen.
Jetzt bin ich gespannt ob die im Arbeitsamt einmal von ihrem Büroschlaf erwachen und dabei schnallen, daß sie seit Eineinhalb Jahren nicht mehr für mich zuständig sind zumal es bei meiner Arbeitsaufnahme schon zu einem Streit kam. Damals hatten sie die Meinung, ein Vorstellungsgespräch bei einer von ihnen ausgewählten Stelle (auch Zeitarbeit) sei rechtlich Vorrangig gegenüber einem Vorstellungsgespräch bei einer selbst gesuchten Arbeitsstelle. Sollte ich mich Weigern, müßte ich mir der Kürzung meines Arbeitslosengeldes (nicht Arbeitslosenhilfe!) rechnen. Nachdem ich nun auch wußte, daß mein Vorstellungsgespräch eigentlich rein pro forma war (es war schließlich eine ehemalige Konkurenzfima meines Pleite gegangenen Arbeitgebers), konnte ich dem betreffenden AA-Vermittler ein herzhaftes Götz von Berlechingen vorhalten.