Als HARTZ IVler hat man es ja. Zu beginn dieses Schwachsinns ausfüllen der Formulare. Okay, man ist es ja gewöhnt, von Geburt bis zur Bahre nichts als Formulare. Alle Angaben ordnungsgemäß gemacht und man denkt sich auf der sicheren Seite. Wäre da nicht ein Sachbearbeiter. Kosten für Heizung, sofern nicht Strom, müssen vom Amt übernommen werden. Laut Sachbearbeiter gilt dies nicht für eine Gastherme da diese ja auch am Stromnetz angeschlossen ist, also mit Strom betrieben wird. Einwände, Widersprüche wurden von der ARGE abgeschmettert. Nachdem das Ganze noch Neu war, gab es auch kaum Informationen zu diesem Thema und man mußte glauben was von dort kam. Also Abschlag so lange als möglich noch selbst zahlen, doch irgendwann  reicht das Geld nicht mehr. Einstellung der Abschlagszahlung, denn was nützt einem Gas und Strom wenn man am Verhungern ist. Schließlich Stromsperre für sechs (Winter)Monate bei Minus 15-20 Grad! Durch die Sperre auch kein warmes Wasser und keine Heizung. Verhandlungen mit dem Energieversorger – Fehlanzeige. Weisen einen angeblichen Verbrauch von 4 MW (4 Millionen Watt!!!) innerhalb von drei Monaten vor. Zähler wurde vom Versorger ausgebaut und stand angeblich einer Überprüfung nicht mehr zur Verfügung. Inzwischen etwas Schlauer über die neue HARTZ IV Gesetze gemacht und so erneut bei der ARGE reklamiert. Von dort gab es denn die Auskunft, „Tja, dann haben Sie das Formular wahrscheinlich nicht korrekt ausgefüllt. Da können wir dann nichts machen.“ Das ganze Theater ging letztlich bis vor den OB der Stadt und dieser forderte denn eine genaue Überprüfung des Falles. Plötzlich war denn bei der ARGE der Erstantrag zu finden und eigenartiger Weise hatte der Antragsteller keinen Fehler gemacht. Wie gesagt, der Sachbearbeiter hat die Gastherme zu einer Stromheizung umdeklariert und das auch noch abgezeichnet. Es gab nur eine kurze Floskel als Entschuldigung. „Oh da ist uns ein kleiner Fehler unterlaufen.“ Nun sind nicht unerhebliche Kosten aufgelaufen. Auf Grund des „kleinen“ Fehlers erklärten sich die ARGE „gnadenhalber“ dazu bereit die Hälfte dieser Kosten zu übernehmen. Inzwischen wurde bekannt, daß im Fall eines eindeutigen Verschulden durch das Amt, was ja hier der Fall war, sämtliche hierdurch entstandenen Kosten zu übernehmen sind. Nur leider war bis zu dieser Erkenntnis die Einspruchs wie auch die Klagefrist abgelaufen.