Widerspruch nicht zulässig
Es wurde ein Antrag auf Übernahme der Betriebskostennachzahlung bei dem zuständigen Jobcenter gestellt. 82,93 Euro für das Jahr 2011. Laut Sozialgesetzbuch ist das Jobcenter zur vollständigen Übernahme verpflichtet, sofern die Kosten angemessen sind. Nun, das dürfte hier durchaus der Fall sein. Doch wie erwartet wurde der Antrag abgelehnt. Begründung hierfür, die Betriebskosten (Nebenkosten) sind pauschal in der Mietzahlung enthalten. Also Widerspruch eingelegt, mit dem Hinweis, daß es sich hierbei um eine Nachzahlung handelt. Auch dieser Widerspruch wurde vom Jobcenter mit der pauschalierten Miete abgeschmettert. Erneut Widerspruch mit entsprechenden Hinweisen auf SGB und entsprechenden Gerichtsurteilen eingelegt. Nun folgte die endgültige Absage mit dem Vermerk, daß ein Betrag von 231 Euro viel zu hoch sei und aus diesem Grund abzulehnen sei. Dabei wird sogar noch auf das SGB hingewiesen, wonach bei entsprechender Angemessenheit die Kosten in voller Höhe zu übernehmen sind. Der geforderte Betrag beläuft sich jedoch auf 82,93 Euro, also ein Schelm der Übles dabei denkt. So habe ich auch diesem Bescheid widersprochen und dies mit der Begründung einer fehlerhaften Ausführung. Und wieder wurde unter Angabe verschiedener Paragraphen die Ablehnung bestätigt und mir zudem mitgeteilt, meine Widersprüche seien rechtlich gar nicht zulässig gewesen. Doch die vom Amt angegebenen Paragraphen geben diese nicht Zulässigkeit nicht her. Eigenartig. 
In der Politik ist man ja inzwischen gewöhnt, daß Mathe nie zu den Hauptfächern unserer Volksvertreter gehört hat. Aber wieso werden in Ämtern und Behörden Personen beschäftigt, die allem Anschein nach nicht lesen können? Komme ich nur eine Halbe Stunde zu spät zu einem Jobcentertermin werde ich sanktioniert, aber auf der anderen Seite darf das Jobcenter Recht und Gesetz ganz nach gutdünken auslegen und ggf. auch brechen. Aber sicher bleibt mir hier der Klageweg. Doch die Zeit bis zu einem Urteil beträgt derzeit zwischen zwei und drei Jahren und kostet zudem dem Steuerzahler Geld, das an anderer Stelle wohl besser angelegt werden könnte.